Sie reicht zurück bis in die Geschichte des Händlers, der Bewegung und unbekannte Waren in die autarken Dorfgemeinschaften bringt, führt über den Kaufmannsstand, der mit globusumspannenden Handelskontakten Weltläufigkeit erwirbt, führt über Markt, Basar, Markthalle und Passage bis zu Warenhaus und Supermarkt. Sie umfasst die Geschichte der Werbung, der Plakate, der Leuchtreklame, der Schaufenster, die Soziologie der Warenästhetik und des Kaufhausdiebstahls, aber auch die "Demokratisierung des Konsums", die Verwandlung der handwerklichen Produkte in industriell gefertigte Massenprodukte, die Geschichte der Angestellten und vieles mehr.
Glanzlichter dieser Geschichte waren und sind die frühen Warenhäuser mit ihren Lichthöfen und Glaskuppeln, Schlosstreppen, Emporen und Brücken. Von ihnen sind heute in Deutschland nur noch wenige übriggeblieben, z. B. KaDeWe und Alsterhaus. Diese untergegangenen Flaggschiffe der Warenhausgeschichte, die besonders in Berlin konzentriert waren, das Wertheim am Leipziger Platz, das Warenhaus Tietz am Alexanderplatz oder das Warenhaus Karstadt am Hermannplatz, sind heute Legende. Anders als in Paris, wo viele Häuser der großen Zeit bis heute in altem Glanz überlebt haben.